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Aerobe und Anaerobe Schwelle

run2b.com - Redaktion am 16.02.2007 - 11:42 Uhr

Wird das „ae“ in den Fachbegriffen „aerob“ und „anaerob“ als „ä“ oder als „a-e“ ausgesprochen? Wichtiger als die Aussprache ist die Bedeutung der Begriffe.

Aerob heißt übersetzt „mit Sauerstoff“, anaerob „ohne Sauerstoff“. Bleibt eine Belastung unterhalb der aeroben Schwelle (AS), hat sie eine regenerative Funktion - erst jenseits der aeroben Schwelle trägt sie zur Verbesserung der Grundlagenausdauer bei. Die Energie wird aerob bereitgestellt, d.h. dass die Muskulatur die für die Leistung notwendige Energie aus Kohlenhydraten mit dem eingeatmeten Sauerstoff erzeugen kann.

Die anaerobe Schwelle (ANS) kennzeichnet nun den Übergang von der überwiegend aeroben zur überwiegend anaeroben Energiebereitstellung. Bei der Verbrennung der Kohlenhydrate wird (das Salz der) Milchsäure (Laktat) angehäuft. Bis zur anaeroben Schwelle befinden sich Laktatproduktion und -abbau in einem Gleichgewicht. Beim Überschreiten der ANS steigt die Geschwindigkeit der Laktatproduktion schneller an als die Geschwindigkeit des Laktatabbaus.

Das übermäßig zunehmende Laktat führt mit der Zeit zum Abbruch der aktuellen Belastung. Deshalb stellt die Geschwindigkeit an der ANS die höchstmögliche Geschwindigkeit dar, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann. Im Training sollte die ANS nur in Ausnahmefällen, wie bei intensiven Tempoläufen, überschritten werden.

Bei einem Laktatstufentest werden die Herzfrequenzen an der AS und der ANS ermittelt. Hier ein Beispiel:

- HF (AS): 140 Schläge / Min.
- HF (ANS): 164 Schläge / Min.

Die Grundlagenausdauer lässt sich also in diesem Fall am Besten bei Pulswerten zwischen 140 und 164 Schlägen in der Minute verbessern.

Übrigens: Beide Aussprachevarianten sind möglich ...



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